Alter schütz vor Dummheit nicht!

von Christian Röckl (Kommentare: 1)

Das musste ich leidlich an mir selbst feststellen.

Für eine geplante Tour wollte ich im Vorfeld, eine Schlüsselstelle checken und machte mich gestern auf den Weg richtung der Scharte, die ich überqueren wollte. Am Aufstieg angekommen wurde bereits ersichtlich das, einiges an Geröll runter gekommen ist. Der Weg war aber noch ersichtlich. So hatte ich mich an den Aufstieg gemacht, nach einem Drittel des Weges, hörte dieser auf einmal auf. Ich dachte OK, der wurde hier wahrscheinlich verschüttet und geht bestimmt bald wieder weiter. 10 Meter vor mir konnte ich auch die Markierung zum Klettersteig sehen, der vom eigentlichen Weg laut Karte weggeht.

So kletterte ich mit dem Rad auf dem Buckel, über die seitlichen Felsen. Über das Geröll währe es lebensgefährlich gewesen, da dieses bei der kleinsten Berührung schon ins Rutschen kahm. 

Vor lauter ich will da über den Berg, hatte ich die Gefahr komplett ausgeblendet. 

Diese wurde aber dann schnell reell und ich konnte nicht mehr zurück, sondern nur weiter. Beim weiteren Aufstieg erwischte mich dann seitlich ein großer Felsen und ich hatte in diesem Moment nur Glück, das ich gerade einen guten Stand hatte, ansonsten hätte mich der Felsen in der Größe von 2 Fußbällen in die Tiefe gerissen. 

20 Meter unterhalb des obern Endes landete ich dann in einer Sackgasse, ich konnte nicht mehr weiter, da nur noch Geröllmaßen vor mir lagen. 

Irgendwie musste ich jedoch weiter, also sicherte ich erst mein Rad, das dies nicht abstürzt. Ich wollte herrausfinden ob es auf der linken Seite des Aufstiegs, eine Möglichkeit zum Weiterkommen gibt. Nun robbte ich auf allen vieren über die Felsgeröllmaße und rutschte immer wieder etwas ab. Auf der linke Seite entdeckte ich den eigentlichen Weg. So jetzt musste ich nur noch das Rad holen, aber das war nicht so einfach. Beim Rückweg zu meinem Rad rutschte ich dann gleich mal einen Meter mit dem Schotter tiefer. 

Am Rad angekommen versuchte ich dann, das Rad immer im Geröll zu verhaken und mich dann wieder weiter zu bewegen. Es kahm aber, wie es kommen musste, ich verlor den Halt und rutsche mit einer Menge an Felsgeröll tiefer. Nach ca. 3 Meter konnte ich mich abfangen. Die Geröllmaßen rutschten weiter Richtung Tal, Gott sei dank war da niemand weiter unten. Ich schaffte es mit dem Rad, das 3 Meter ober mir lag, auf den Weg zu kommen. Das ist sozusagen nun die Kurzform von dem ganzen Aufstieg. Ich schwebte mehrmals in gefahr, mit den ganzen losen Felsen und Geröll in die tiefe zu rutschen.

Es ist nochmal alles Gut gegangen und außer blaue, aufgeschürfte Knie, eine sich jetzt lila einfärbende rechte Seite und zerfetzte Handschuhe, ist mir nichts passiert. Meine Knieschoner und der Helm, hatte einiges abgefangen. 

Das Ganze war eine Lebenserfahrung, die ich nicht nochmal brauche und die durch falschen Ehrgeiz ausgelöst wurde, der gerade im Alpinengelände nichts zu suchen hat. Ich hatte damit mich und vor allem auch andere in Gefahr gebracht.

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Kommentar von Roger |

Uff...verdammt Axt. Wie schnell sowas gehen kann. Bin heilfroh das du so "glimpflich" herausgekommen bist!!
Bis nächste Woche, Dude..und dann stoßen wir auf dein Erlebnis an...auf ein hoffentlich einmaliges !!

ride on

Roger